Mit der Gründung der ersten „ambulanten Herzsportgruppe“ vor 30 Jahren setzte der TV Verl zugleich den Grundstein für den Rehasport im Verein. Im Laufe der Zeit hat sich viel verändert und aus dem „ambulanten Herzsport“ hat sich der „Sport fürs Herz“ entwickelt, ein Angebot für alle Männer und Frauen, nicht nur mit Herz-Kreislauf-Beschwerden.
„Ich war vor gut 10 Jahren in einer ambulanten Herzsportgruppe im Kreis Gütersloh und bin damals nach Verl gewechselt, da es für mich als Verler einfach ortsnäher war“, berichtet Siggi, Teilnehmer der Gruppe „Sport fürs Herz“ im TV Verl. „Hier macht es mir viel Spaß und das Angebot (ohne Arzt) kommt meinen körperlichen Voraussetzungen sehr entgegen, da es eine gute Mischung aus Gymnastik, Herz-Kreislauf-Training und Spiel ist“, betont der fitte 72-Jährige, der zudem noch eine weitere Sportart im TV Verl betreibt.
„Es gibt sicherlich noch viele Männer und Frauen in Verl, die durch gezielte und kontrollierte Bewegung etwas für ihre Gesunderhaltung tun möchten. Diese Gruppe ist ideal für Menschen ab ca. 50 Jahren, die ihr Herz-Kreislauf-System wieder in Schwung bringen und mit Gymnastik beweglich und kräftig bleiben möchten“, meint Konrad (68). „Leider trauen sich zu wenige, einmal vorbeizuschauen und es selber auszuprobieren“, ergänzt Konrad, der schon seit 22 Jahren dabei ist.
Jörg Peters, Fachübungsleiter und Sportlehrer vom TV Verl, der die Gruppe seit Beginn leitet betont:
„Menschen, die schon eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten und vom Arzt „grünes Licht“ für eine körperliche Betätigung bekommen haben, sind herzlich willkommen. Aber das ist natürlich keine Aufnahmevoraussetzung. Selbstverständlich kann jeder und jede mitmachen, die merken, wenn ich nichts tue, roste ich allmählich ein“, lacht Peters.
„Bei uns macht jeder individuell, soviel er kann und wie es seine psychischen und physischen Voraussetzungen erlauben. Wir bauen langsam auf, sodass niemand überfordert wird“, ergänzt Peters.
Neben der sportlichen Betätigung ist der Spaß in der Gruppe genauso wichtig.
„Wir sind beim Sport immer gut drauf und lachen viel, das ist ganz wichtig“, berichtet Markus (63), der den Sport in der Gruppe als willkommenen Ausgleich zu seinem stressigen Job sieht. „Ich fühle mich danach viel gelassener und merke auch, dass ich meinen Körper nicht vernachlässigen darf. In der Gemeinschaft wird man von den anderen mitgezogen“, findet Markus.
Das sieht auch Oli (56), zugleich jüngster Gruppenteilnehmer so: „Die Gruppe und der Spaßfaktor sind ganz wichtig, das hilft einem auch, seinen ‚inneren Schweinehund‘ zu überwinden, wenn man mal nicht so gut drauf ist oder das Knie nach einer OP mal wieder zwickt.“
Die „Sport für’s Herz“-Gruppe freut sich über neue Teilnehmer.
„Es ist nie zu spät, mit dem Sport zu beginnen. Auch wenn vielleicht tausend Gründe dagegensprechen, lässt sich tausendundein Grund finden, der dafür spricht“, findet Rudi (79), und „das Alter ist dabei mehr Ansporn als Hindernis.“
Die Gruppe trifft sich jeden Dienstag ab 19.45 Uhr in der Sporthalle der Marienschule.
Weitere Informationen: Tel. 05246-9364747.