U21-Judoka zeigten bei offenen Westdeutschen Meisterschaften respektable Leistungen

In der Altersklasse U21 ist der TV Verl nur dünn besetzt. So machte sich am Wochenende lediglich ein kleines Team mit zwei Kämpfern auf den Weg ins Sauerland zu den offenen Westdeutschen Meisterschaften nach Olsberg. Positiv: Beide Verler Starter hatten die erste Wiegezeit, sodass der Wettkampftag nicht ganz so lang wurde.

In der Gewichtsklasse bis 66 kg ging Mattis auf die Matte. Ein Freilos blieb ihm – wie so oft in der Vergangenheit – verwehrt, sodass er keine Gelegenheit hatte, sich mögliche Gegner vorab anzuschauen. Gerade im ersten Jahr in der neuen Altersklasse wäre das hilfreich gewesen.
Im ersten Kampf zeigte Mattis eine starke Leistung und führte bereits mit mehreren kleinen Wertungen. Ein kurzer Moment fehlender Konzentration genügte jedoch, sodass er einen Wurfansatz seines Gegners nicht rechtzeitig erkannte. Die daraus resultierende mittlere Wertung – durchaus diskussionswürdig – brachte ihn in Rückstand. Trotz aller Bemühungen reichte die verbleibende Zeit nicht mehr aus, um das Blatt zu wenden.
Im zweiten Kampf stand er vor einer besonderen Herausforderung: Sein Gegner setzte immer wieder denselben Wurf an, bei dem Mattis’ angeschlagenes Knie mehrfach hart auf der Matte landete. Dennoch kämpfte er sich zurück und hatte seinen Kontrahenten bereits auf dem Rücken, konnte den Wurf jedoch nicht vollständig durchbringen, da dieser geschickt sein Gewicht verlagerte. So ging auch diese Wertung gegen Mattis. Es war deutlich zu sehen, dass nicht viel fehlte. Für seinen ersten Wettkampf auf Landesebene zeigte Mattis eine absolut respektable Leistung.

Mika hatte in der Gewichtsklasse bis 60 kg erneut das Problem, eigentlich zu leicht für diese Kategorie zu sein – eine Klasse bis 53 kg würde ihm deutlich besser liegen. Zehn Kämpfer gingen in Olsberg an den Start und auch Mika musste ohne Freilos antreten. Gleich sein erster Kampf verlief unglücklich: Nach kurzer Kampfzeit geriet er in einen gegnerischen Wurf und verlor die Begegnung. Im zweiten Kampf wiederholte sich das Szenario – ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügte, und schon lag er auf der Matte.
Gerade in der U21 finden Wettkämpfe häufig auf Landesebene statt, sodass der Leistungsunterschied deutlich sichtbar wird. Der TV Verl setzt seinen Schwerpunkt bewusst im Breitensport und nicht ausschließlich im leistungsorientierten Turnierbereich. Dennoch unterstützen die Trainer die Ambitionen ihrer Judoka und ermöglichen auch Starts außerhalb der näheren Umgebung. An der einen oder anderen Stelle fehlt es jedoch noch an Wettkampfroutine.
Trotz der Niederlagen sammelten beide Kämpfer wichtige Erfahrungen auf hohem Niveau – eine wertvolle Grundlage für die kommenden Aufgaben.