Mattenreparatur statt Judotraining

Zu tun gibt es immer etwas! Auch oder gerade in „ausgefallenen“ (Sport-) Zeiten denkt man an Aufgaben, die man eigentlich schon lange vor hatte, aber einfach die Zeit fehlte.

Vor etwa sieben Jahren kauft der Turnverein nagelneue Judomatten für das Training in der Bühlbusch-Sporthalle. Zweifellos eine große finanzielle Investition, die der TV damals tätigen musste, da die alten Matten nicht mehr einsetzbar bzw. reparaturwürdig waren.

Aus diesem Grund legen alle Übungsleiter großen Wert darauf, dass die Matten ordentlich behandelt werden, schließlich sollen sie doch mindestens 10 bis 15 Jahre lang den TV-Judokas als Trainingsuntergrund und „Verletzungsprophylaxe“ dienen.  Deshalb sollen die Judomatten beim Transport nicht über die Ecken gerollt sondern am besten immer zu zweit getragen werden.  Natürlich bleiben Gebrauchsspuren nicht aus…. In den letzten Monaten hatten sich immer mehr Ecken an den Matten gelöst und so wurde der Hersteller angeschrieben und das Problem geschildert. Ein Spezialkleber sollte Abhilfe schaffen und die Operation „Mattenreparatur“  konnte in sieben Schritten starten.

  1. Als erstes wurden die Matten rausgesucht, bei denen die Ecken nicht in Ordnung waren.
  2. Die Matten wurden in 8er Stapeln versetzt an die Wand gestellt.
  3. Dann wurde die Ecken mit Bremsenreiniger gesäubert, damit auch alles fettfrei war und der Kleber ordentlich halten konnte.
  4. Anschließend wurde der Kleber auf beiden Seiten dünn aufgetragen und die Stoppuhren für jeden Stapel gestellt, da der Klebstoff 8 Minuten zum antrocknen brauchte.
  5. In der Wartezeit wurden weitere Matten sortiert bzw. die unbeschädigten Exemplare schon wieder auf die Wagen gepackt.
  6. Die Ecken wurden angedrückt, überflüssiger Kleber entfernt und dann auf mit weiteren Matten auf den Boden gelegt, damit weiter Druck ausgeübt werden konnte. (War schon ganz praktisch, dass vier Hände zur Verfügung standen)
  7. Dann hieß es 24 Stunden warten. Matten wieder wegräumen bzw. die Matten, an denen die Ecken auf beiden Seiten kaputt waren, einmal umdrehen und die andere Seite kleben.

Die „Operation“ stellte sich jedoch als sehr zeitaufwendig dar, denn etwa 140 Matten benötigten eine spezielle „Kleberbehandlung“.

„Es hat sich aber gelohnt! Jetzt ist alles wieder fertig und die Trainer und Trainerinnen der Judokas denken schon sehnsüchtig an den nächsten Einsatz “, zieht Reparaturmeisterin und Judotrainerin Maja Kraft eine positive Bilanz.