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Vereinsnachrichten

Austausch, Bewegung und frische Luft

Die GLOCKE Verl (matt). „Es ist ein kostenloses Rezept für Senioren, um soziale Kontakte zu bekommen, diese zu pflegen und natürlich sich zu bewegen“: Das sagt Jörg Peters vom Turnverein Verl über den Gehtreff. Vor zwei Jahren hat der Sportverein die ersten Angebote gestartet. Mit zunächst zwei Gehtreffs ging es los, inzwischen sind es fünf. Die Gehpaten ziehen eine positive Bilanz, haben aber auch Wünsche.
„Es könnten mehr Bänke im Stadtgebiet stehen. In Verl gibt es zu wenige Möglichkeiten, sich mal hinsetzen zu können“, sagt Elke-Maria Fedeler und erntet einhelliges Nicken ihrer Mitstreiter. Seit Juli 2016 sind in Verl, Sürenheide, Bornholte und Kaunitz einmal pro Woche ältere Frauen und Männer auf einem gut einstündigen gemeinsamen Spaziergang unterwegs. Die Altersspanne reicht von 65 bis 91 Jahren, die Teilnehmerzahl variiert zwischen fünf und elf Personen, vorwiegend sind es Frauen. Zu den Gehtreffs gehören Pausen ebenso wie kleine gymnastische Übungen. „Und Getränke. Das ist für ältere Menschen besonders wichtig“, ergänzt Thekla Pieper. Gerade bei dem warmen Wetter der vergangenen Wochen.

Im  Zuge  des  heißen Sommers sind die Teilnehmerzahlen etwas gesunken, aber es gibt Senioren, die bei jedem Wetter dabei sind. In Kaunitz kommen sogar zwei mit dem Taxi, um eine gute Stunde in Gesellschaft zu Fuß unterwegs zu sein, berichtet Elisabeth Echterhoff. Das ist auch das Erfolgsgeheimnis, warum die Geh-Treffs so gut funktionieren, die der TV Verl in Kooperation mit dem Kreissportbund und der Stadt seit zwei Jahren anbietet. „Die älteren Menschen werden motiviert und mit dem unverbindlichen und kostenfreien Angebot genau an dem Punkt abgeholt, wo sie abgeholt werden müssen“, hat Jörg Peters beim Erfahrungsaustausch im Frühjahr festgestellt.
Ähnlich sieht es Sandra Hasenbein, bei der Stadt Verl für Seniorenarbeit zuständig: „Bei diesem Angebot rückt alles in den Fokus, was für Senioren wichtig ist: Die Mobilität wird gefordert und gefördert, sie kommen raus und können soziale Kontakte im eigenen Quartier pflegen.“
Der Kreissportbund Gütersloh als Ideengeber der Gehtreffs hat die Gehpaten auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie müssen nicht nur das Wetter im Blick haben, son- dern auch die Routen an die Gruppe anpassen, damit die Strecken für alle Teilnehmer – mit und ohne Rollator – zu bewälti- gen sind, müssen Ideen für gym- nastische Übungen zwischen- durch haben und wissen, wo Pausen eingelegt werden können.

Zum Abschluss Mund-Gymnastik

Verl  (matt). In alle vier Himmelsrichtungen erkunden  die fünf   Gehtreff-Gruppen einmal pro Woche die Stadt. Manchmal sind sogar Senioren, die ihr halbes Leben und mehr in Verl verbracht haben überrascht, Neues in der direkten Umgebung zu entdecken. „Da wohne ich schon so lange hier, aber hier war ich noch nie“ – Sätze wie diesen bekommen die Gehpaten öfter zu hören. Auch Brauchtum wird manchmal gepflegt, wenn alte Höfe passiert werden und mit einem Mal Geschichten, Gedichte und Lieder auf Platt präsent sind. „Ansonsten unterhalten wir uns über Gott und die Welt“, erzählt Robert Felsl. Fast obligatorisch, zumindest bei den Geh-Treffs am Nachmittag, ist „die abschließende Mund-Gymnastik nach dem Spaziergang. Die findet dann nicht auf einer Parkbank, sondern in einem Café statt“, berichtet Brigitte Wever augenzwinkernd. Die Geh-Treffs in den einzelnen Stadtteilen finden von dienstags bis donnerstags statt. Dienstags allein drei. Um 15 Uhr wird von der Geschäftsstelle des TV Verl losgegangen. Um 14 Uhr treffen sich Senioren an der Tankstelle in Bornholte (Bergstraße 16) und in Sürenheide am Haus Ohlmeyer. Mittwochs ist der Gehtreff von St. Marien aus unterwegs. Und am Donnerstag startet eine Grup- pe vor der Bäckerei Vorbeck an der Österwieher Straße 89.

Westen machen sichtbar

Verl (matt). Lange dauert es nicht mehr, dann sind die Tage schon deutlich kürzer. Deswegen erreichte den TV Verl jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt eine Spende des Verler Medienhauses. Hans-Dieter Kreft überreichte dem Turnverein am Mittwoch 60 neongelbe Westen für die Geh-Treff-Teilnehmer, damit die rüstigen Rentner auch bei diffusem Licht gut zu sehen sind. Den Aufdruck „Verl bewegt sich“ für zunächst 25 Westen ftnanzierte ein Spender, der anonym bleiben möchte.

 

Mit leuchtend gelben Westen starten die Gehtreffs in ihr drittes Jahr. Bei der Übergabe der Spende des Verler Medienhauses waren (v. l.) Brigitte Wever, Elisabeth Echterhoff, Eva Schmalhorst, Sandra Hasenbein (Stadt Verl), Hans-Dieter Kreft (Verler Medienhaus), Thekla Pieper, Robert Felsel, Elke-Maria Fedeler und Jörg Peters (TV Verl) dabei. Die Gehtreffs haben sich in den Ortsteilen etabliert. Bild: Tschackert

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